Dekan Dr. Matthias Büttner wechselt nach Ansbach

Voraussichtlich zum 1. September 2021 soll der 56-Jährige dort die Nachfolge von Hans Stiegler antreten. Dem Vorschlag des Landeskirchenrats hat das Wahlgremium in Ansbach am 22. Februar 2021 zugestimmt. Er tritt die neue Stelle voraussichtlich zum 1. September 2021 an und wird damit Nachfolger von Dekan Hans Stiegler, der in den Ruhestand tritt.

Seit 2013 leitet er unseren Dekanatsbezirks Bad Neustadt a. d. Saale und seit 2015 ist er Stellvertreter von Regionalbischöfin Gisela Bornowski.

Mich reizt die Vielfalt der Aufgaben

Drei Fragen an den künftigen Ansbacher Dekan Matthias Büttner - (epd-Gespräch am 23.02.2021 mit Daniel Staffen-Quandt, Würzburg)

epd: Herr Büttner, Sie wechseln als Dekan nach Ansbach - was reizt Sie an dieser neuen Aufgabe im evangelischen Kernland?

Büttner: Ich wollte mich nach fast acht Jahren als Dekan in Bad Neustadt noch mal beruflich verändern und mich auf ein größeres Dekanat mit mehr Leitungsaufgaben bewerben. In Ansbach liegt der Anteil der Leitungsaufgaben bei 85 Prozent, in Bad Neustadt sind es aktuell 54 Prozent. Mich reizt die Vielfalt der Aufgaben. Ein großes Pfarrkapitel und die laufende Landesstellenplanung, das Kirchengemeindeamt, viele Immobilien, eine evangelische Schule, ein großes diakonisches Werk, verschiedene Stiftungen und vieles mehr.

epd: Wenn Sie ein erstes Fazit ziehen: Haben Sie in Bad Neustadt als Dekan alles umgesetzt, was Sie erreichen wollten?

Büttner: Teils, teils. Auf Dekanatsebene haben wir beispielsweise das Thema Immobilien gut abgearbeitet und die Weichen richtig gestellt. Nahezu alle Pfarrerinnen und Pfarrer haben eine Dienstordnung. Auch die Landesstellenplanung ist auf einem guten Weg, aber natürlich noch mitten im laufenden Prozess - wie überall.

In der Kirchengemeinde wurde vieles erreicht: Wir haben unseren evangelischen Campus neu gestaltet, einen neuen Kindergarten und ein neues Gemeindehaus gebaut, die Gemeinde hat sich neu aufgestellt. Aber der Prozess ist noch nicht abgeschlossen - denn am Kindergarten wird schon wieder angebaut und das ehemalige Gemeindehaus soll noch zu einem Jugendhaus werden...

epd: Sie sind auch Stellvertreter der Regionalbischöfin. Auch Frau Bornowski hat ihren Dienstsitz in Ansbach - ist das ein Problem?

Büttner: Formal spricht nichts dagegen. Bislang ist es aber so, dass der Stellvertreter aus Unterfranken kommt, um dem unterfränkischen Teil des Kirchenkreises auf der Leitungsebene auch eine Stimme zu geben. Letztlich hat das Ganze die Regionalbischöfin im Einvernehmen mit den Dekaninnen und Dekanen im Kirchenkreis zu entscheiden.