Silvesterkonzert 2023

Duo Marcapiano
Bildrechte Marimpiano

Silvesterkonzert mit „Marimpiano“

Feine Balance zwischen Heiterkeit und nachdenklicher Stimmung

von Thomas Riegler

Silvesterkonzert 2023
Bildrechte Thomas Riegler

Das Duo "Marimpiano" mit Helmut Kandert (Marimbaphon, Percussion) u. Alexander Jakobi (Piano) startete ins Silvesterkonzert in der Christuskirche mit "Little David" von David Plüss. Die Musiker begeisterten das Publikum von Anfang an mit ihrer frischen Moderation und den Arrangements von Klassik bis Pop. Da gab es Ausflüge in die Welt der klassischen Musik mit Telemanns Blockflötensonate F-Dur sowie J.S. Bachs Orgelpräludien in C-Dur und F-Dur, die fantastisch auf Marimba und Piano übertragen wurden. Mit dem fetzig arrangierten Lied "Geh aus mein Herz und suche Freud" strömte jazzige Sommerwärme in die Christuskirche. Und beim Salsa Creek von Michael Schütz, dessen musikalische Vorlage ein Fugenthema von Altmeister J.S. Bach ist, wippten nicht wenige Zuhörende auf den Kirchenbänken. Als das Publikum bei den mit Djemben vorgetragenen traditionellen westafrikanischen Rhythmen mitklatschen konnte, waren alle begeistert.

Die Musiker trafen bei ihrem Programm feinfühlig eine Balance zwischen Heiterkeit und nachdenklicher Stimmung und ließen bei ihren Moderationen erkennen, dass ihr Musizieren Ausdruck ihres christlichen Glaubens ist. Besonders innig gelang "A little prayer" von Evelyn Glennie, die in ihrer Komposition ihre Gefühle Gott gegenüber ausdrückte: Kandert spielte die zarten, choralartigen Marimba Klänge und rief damit auf zum Gebet um Frieden in der Ukraine und  im Nahen Osten. Im Liebeslied an Jesus mit dem für Piano und Marimba arrangierten „Jesus bleibet meine Freude“ (J.S. Bach) ermutigten die Musiker gemäß der Jahreslosung für 2024 dazu, die Liebe als Motivation für alles Tun als Maßstab zu nehmen. Große Spielfreude und Virtuosität bewiesen Kandert und Jakobi mit Salsa/Samba/Latin Bravourstücken; da flitzen die Schlägel über die Marimbaplatten, die Finger tanzten über die Klaviatur und die flinken Hände ließen aufhorchen beim differenzierten Spiel auf der Cajon. Der witzige „Wasserfloh“ von A. Branduardi überzeugte ebenso wie die Latin Version der Mozartschen „Kleinen Nachtmusik“. KMD Thomas Riegler freute sich über den gelungenen Konzertabend, der das Publikum beschwingt ins Neue Jahr brachte.