Kirchenvorstandswahl 21. Oktober 2018

Liebe Gemeinde,
am 21. Oktober wird ein neuer Kirchenvorstand gewählt. Dafür muss man nicht bei Adam und Eva anfangen, wohl aber bei Mose. Mose, der als Mann Gottes das Volk Israel aus Ägypten in die Freiheit und schließlich vor die Tore des Gelobten Landes führte, bekommt für seine nicht einfache Aufgabe Unterstützung: die Geburtsstunde des Kirchenvorstandes! So lesen wir im 4. Buch Mose 11,16-17: Und der HERR sprach zu Mose: Sammle mir siebzig Männer unter den Ältesten Israels, von denen du weißt, dass sie Älteste im Volk und seine Amtsleute sind, und bringe sie vor die Stiftshütte und stelle sie dort vor dich, so will ich herniederkommen und dort mit dir reden und von deinem Geist, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, damit sie mit dir die Last des Volks tragen und du nicht allein tragen musst.

Seitdem ist die Leitung einer Kirchengemeinde Gemeinschaftssache. So wie alle Christenmenschen zur Verkündigung der frohen Botschaft unseres menschenfreundlichen Gottes aufgerufen sind, so ist auch die Leitung einer Kirchengemeinde Aufgabe aller Mitglieder. Dazu wählen sie den Kirchenvorstand. In der Verfassung unserer Evangelischen Kirche in Bayern heißt es in Artikel 21: „Jede Kirchengemeinde hat einen Kirchenvorstand; in ihm wirken Pfarrer und Pfarrerinnen sowie Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen bei der Leitung der Kirchengemeinde zusammen.” Und weiter: „Der Kirchenvorstand vertritt die Kirchengemeinde gerichtlich und außergerichtlich.” Daraus ist zu sehen, dass der Kirchenvorstand nicht nur ein Beratergremium ist, sondern echte Leitungsfunktion hat.

 Fragen zum Kirchenvorstand

Alle, die sich in unserer Kirchengemeinde engagieren, setzen ein Zeichen, wofür sie mit Zeit, Kraft und Ansehen stehen. Besonders gilt das für alle, die für den Kirchenvorstand kandidieren. Kandidieren kann, wer Gemeindemitglied und über 18 Jahre alt ist. Für die Wahl wurde vom Kirchenvorstand ein Vertrauensausschuss berufen. Er stellt den Wahlvorschlag auf. Alle Gemeindemitglieder können dafür Kandidatinnen und Kandidaten benennen. Wenn ein wählbares Gemeindemitglied von einer bestimmten Zahl Wahlberechtigter schriftlich vorgeschlagen wird, muss es in den Wahlvorschlag aufgenommen werden. Die Kirchenleitung hat zudem eine allgemeine Briefwahl vorgesehen, das heißt, dass alle Wahlberechtigten ihre kompletten Wahlunterlagen mit der Post bekommen. Sie können damit in das Wahllokal kommen oder direkt ohne Antrag ihre Briefwahl durchführen. Und schließlich: Wählen dürfen alle Gemeindemitglieder, die am Wahltag 14 Jahre alt und konfirmiert bzw. aufgenommen sind oder mindestens 16 Jahre alt sind und seit drei Monaten in unserer Kirchengemeinde wohnen.

Verantwortung übernehmen, Gemeinde und Kirche mitgestalten

Nun freue ich mich auf viele Kandidatinnen- und Kandidatenvorschläge! Kirchenvorstand bedeutet: Mitreden und Mitentscheiden auf Augenhöhe in allen wesentlichen Angelegenheiten, die unsere Kirchengemeinde betreffen, 10 Sitzungen im Jahr von 19:30 bis 21:30 Uhr; eventuelle Mitarbeit in einem Ausschuss; im Wechsel mit allen anderen Kirchenvorstehern Lesung im Gottesdienst und Austeilung beim Abendmahl; gemeinschaftliche Unternehmungen (z.B. Wanderungen).

Vorschläge für Kandidatinnen und Kandidaten richten Sie bitte bis spätestens 30. Mai 2018 an den Vorsitzenden des Vertrauensausschusses, Dekan Dr. Matthias Büttner, oder an ein anderes Mitglieder des Vertrauensausschusses: Elfriede Eyring, Gabriele Gass, Johann Giglhuber, Alexander Hergert, Ariane Hoch.

Sie können sich übrigens auch gerne selbst vorschlagen, wenn Sie Interesse haben. Wir, die Mitglieder des Vertrauensausschusses, freuen uns auf Sie!

Herzlich grüßt Sie Ihr Dr. Matthias Büttner, Dekan

Ärger aus Unkenntnis

Ein neues Einzugsverfahren für die Kirchensteuer verunsichert viele Mitglieder

Viele sind verunsichert, manche sind verärgert und treten aus der Kirche aus. Der Grund: das seit diesem Jahr geltende neue Einzugsverfahren für die Kirchensteuer auf Kapitalerträge.

Was viele offenbar nicht wissen: Kapitalerträge, also auch Zinsen, gehören zu den Einkünften, die schon immer der Besteuerung unterliegen – auch hinsichtlich der Kirchensteuer.

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