Mutmachende Predigt zum Reformationsfest

Dekan Uwe Rasp (rechts) dankte Pfarrer Harald Richter für die Predigt mit fairem Bad Neustädter Kaffee und einem selbstgebackenen Reformationsbrötchen in Form einer Lutherrose.
Bildrechte Sonja Schneider-Rasp
Pfarrer Richter predigt in Bad Neustädter Christuskirche

In die kleinasiatische Großstadt Antiochia am Orontes entführte Pfarrer i. R. Harald Richter die Gottesdienstgemeinde in seiner Predigt zum Reformationsfest. Im Gespräch zwischen zwei Menschen aus der ersten Christengemeinde entfaltete er die damalige Situation für die frühen Christen dort: Anfeindungen von Nachbarn, Unterdrückung durch den römischen Staat, Ausschluss aus der jüdischen Gemeinschaft, Zerwürfnis mit den Familien. Alles in allem eine Situation voller Unwägbarkeiten, Unsicherheit und Zukunftsangst. Solche Gefühle kennen wir heute ebenso, wenn wir die teils rasanten Veränderungen in unserer Kirche betrachten. Auch hier machen die ungewisse Zukunft und der Wandel der kirchlichen Landschaft vielen Menschen Angst. Doch schon damals haben die Menschen erkannt, dass der Verlust des jüdischen Tempels und der Gemeinschaft in den Synagogen neue Möglichkeiten eröffnete: Die Gemeinden trafen sich in anderen Räumen, und durch das Einbeziehen von nicht-jüdischen Personen öffnete sich der Horizont der Urchristen. Das sollte auch uns Mut machen, die kommenden Herausforderungen anzunehmen und im Vertrauen auf Gottes Gnade und Hilfe weiterzugehen.

Musikalisch ausgestaltet wurde der Festgottesdienst vom Posaunenchor „Heilig´s Blech“ unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Riegler.