Passionsspiele „Es ist vollbracht“ am 1. und 2. Juli

Es ist vollbracht - Passionsspiele
Bildrechte Klaus-Dieter Schmidt
Musical von Thomas Riegler
Mi 1. Juli und Do 2. Juli 
jeweils 18.00 Uhr, Stadthalle
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Die Singschule der Christuskirche Bad Neustadt an der Saale mit dem Banner zum Kindermusical "Es ist vollbracht"
Bildrechte Evang.-Luth. Kirchengemeinde Bad Neustadt an der Saale

An einem Samstag im Juni 2026: „Schwab-Schubidu-Aha-Nanana…“ tönt es aus über 40 Mündern durch den Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde. Kirchenmusikdirektorin Karin Riegler steht spühend vor Energie vor den Kindern und Teenagern der Jugendkantorei und leitet das Aufwärmen der Stimmbänder an. Ein großes Pensum steht bevor, denn erstmals soll das ganze Kindermusical zusammen mit dem Hauptdarsteller geprobt werden. Der heißt Tobias Germeshausen, ist professioneller Sänger und Schauspieler und hat die Rolle des Jesus bereits vor zwei Jahren in Bad Kissingen gesungen. Natürlich dreht sich bei „Passionsspielen“ alles um die Figur des Jesus von Nazareth. Es beginnt mit dem Einzug Jesu in Jerusalem, erzählt von Freundschaft, Verrat, der Auseinandersetzung mit Pharisäern u. Römern, der Gefangennahme u. Kreuzigung u. gibt am Ende einen Ausblick auf die Auferstehung. 

Szene "Verspottung Jesu" aus dem Kindermusical - am Probentag noch ohne Kostüme
Bildrechte Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Bad Neustadt an der Saale

Neben der Hauptfigur treten etwa 30 weitere Personen auf: die Jünger, die Schriftgelehrten, die Verkäufer im Tempel, die römischen Soldaten... Sie alle werden von Kindern und Teenagern gespielt, auch in den herausgehobenen Rollen des Petrus und Judas, des Hohepriesters Kaiphas und des römischen Statthalter Pontius Pilatus. Damit sind große Anforderungen verbunden, die aber schon bei der Probe gut gemeistert werden. Denn es gehört sicher Standfestigkeit dazu, wenn man als Darstellerin des Hohepriesters einige Köpfe kleiner ist als der erwachsene Darsteller des Jesus und ihm dennoch im Streitgespräch „auf Augenhöhe“ gegenübertreten soll. Sophie (11) sagt: „Ich spiele den Kaiphas. Das finde ich reizvoll, weil ich einen Bösewicht spielen darf. Schwierig finde ich es bei den Stellen, wo man angeschaut wird, nicht zu lachen, weil es ernst ist.“ Und Sophia (8) erklärt: „Ich spiele eine Geldhändlerin im Tempel. Ich mache gerne mit, weil man für die anderen Menschen was Schönes macht und sie sich drüber freuen. Das Singen finde ich selber auch schön.“ Tatsächlich: Erstaunlich konzentriert sind die Kinder über Stunden hinweg bei der Sache. Lieder und Choreinsätze werden geübt bis in die Details der Aussprache (das pünktliche „End-t“ zum Beispiel) und Spezialeffekte wie der „Lippentriller“. Sarah (11) ist dafür hoch motiviert: „Ich spiele den Jünger Johannes. Mir ist besonders wichtig, dass man hier Singen lernen kann, z.B. die Tonhöhen zu treffen und die deutliche Aussprache.“ Bereits beim Probentag kommt da an manchen Stellen Gänsehaut auf, obwohl die musikalische Begleitung noch nicht vollständig ist. 

Thomas Riegler (links) und Hans-Peter gerling an den Pianos, Karin Riegler am Pult beim Probentag für das Kindermusical - Alle Kinder noch ohne Kostüme
Bildrechte Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Bad Neustadt an der Saale

Hans-Peter Gerling am Piano, während der Probe unterstützt von Kirchenmusikdirektor und Komponist Thomas Riegler am Keyboard, wird bei den Auftritten dann durch Klarinette, Violoncello, Kontrabass und Schlagzeug verstärkt werden. Auch das Bühnenbild wird in der Stadthalle prächtig sein und die Tanzsportgarde Hollstadt samt dem Hort Brend wieder für viel Bewegung auf der Bühne sorgen. Wobei die jüngeren und älteren Kinder der Singschule ihren Auftritt stellenweise auch selbst mit Körperbewegungen und Klatschen begleiten. Spaß macht es ihnen sichtlich und viele sind nicht zum ersten Mal dabei. Ella (9) sagt: „Ich war schon mal dabei und spiele diesmal den Jünger Bartolomäus. Besonders toll finde ich, dass es viele verschiedene Rollen gibt. Und dass viele Lieder lustig sind.“ Fabian (7) stimmt zu: „Ich mache auch wieder mit, weil man da schöne Lieder singt.“ Und auch Sarah (10) war schon letztes Mal beim Musical vom Verlorenen Sohn dabei. Sie wirbt für den Besuch des Passionsspiels: „Ein Besuch lohnt sich, weil Kinder es einstudiert haben.“ 

Szene "Letztes Abendmahl" beim Probentag für das Kindermusical - noch ohne Kostüme
Bildrechte Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Bad Neustadt an der Saale

Das Passionsspiel ist empfohlen für Familien mit Kindern ab 5 Jahren und dauert ca. 70 Minuten. In der Stadthalle in Bad Neustadt finden zwei Aufführungen statt: am 1. und 2. Juli jeweils um 18 Uhr. Karten sind erhältlich im Vorverkauf für 5 € /10 € bei der Touristinfo, Spörleinstr. 11, und im evangelischen Pfarramt (09771 6369610) sowie an der Abendkasse für 6 €/12 €. 

Weitere Infos: https://www.nes-evangelisch.de/passionsspiele-es-ist-vollbracht