Der Gottesdienstausschuss beschloss, eine Umfrage zu den Präferenzen der Gottesdienstbesuchenden hinsichtlich verschiedener Aspekte der Gottesdienste in unserer Kirchengemeinde durchzuführen. Dabei wurden folgende Bereiche mithilfe eines Mixed-Multiple-Choice-Verfahrens abgefragt:
• Gottesdienstformen
• Predigtpräferenzen
• kirchenmusikalische Präferenzen
• Anregungen für Gottesdienste und das Gemeindeleben
Gottesdienstformen
- Freie Formen (wie u.a. Thomasmesse)
- Gottesdienst mit Gospelchor
- Lockere/weniger Liturgie
- Adventsfensterandachten
- Gottesdienst mit Band
- Liturgie gesungen (gesamt)
Gemeindeglieder zeigen sich für folgende Gottesdienstformen besonders offen:
- Predigt-/Abendmahls-/Familien-/Themen-/Singe-/Taizé- und Jugendgottesdienste
- Ein Teil dieser Formate wird bereits angeboten; andere sind noch ausbaufähig oder nicht im gottesdienstlichen Angebot
- Immer wieder taucht der Wunsch nach Abwechslung in der Gottesdienstform auf (Themengottesdienste (zu Festen), Taizé, Gospel, Andachten im Advent)
- Gottesdienstformen sollen klar erkennbar sein; d.h. traditionellere Formen sollen in Grundform bleiben, offenere Konzepte sollen klar einem offenen Konzept folgen (Liturgie soll jedoch auch in traditionellen Formen variieren)
- In puncto Gottesdienstzeit hat der KV bereits auf die Wünsche aus der Gemeinde reagiert
- An Bestandsangebot festhalten/ Bestandsangebot variieren
- Neue Angebote integrieren und variieren
- Einzig Seniorengottesdienste werden nicht gewünscht (oft bestand dort Unklarheit über den Begriff)
Predigtpräferenzen
- Schwierige Glaubensinhalte bearbeiten
- Themenreihen zu Festen
- Neue/Überraschende Inhalte
- Predigtende mit offener Botschaft für den Nachhauseweg
- Moderne Übersetzungen der Texte
- Kritische Auseinandersetzung mit eigener Kirche
- Orientierung wie man heute als Christ handelt
Schwerpunkte „Auslegung von Bibelstellen“, „Bezug zum Tagesgeschehen“ und „Praktische Tipps“ im Schnitt am gefragtesten
- „Trost/Ermutigung“ und „Persönliche Erlebnisse“ folgen
- Wunsch nach weniger „akademischer“ Sprache
- Wunsch nach verständlicheren Bibelübersetzungen
- Wunsch nach Themenreihen
- Wunsch nach kritischem Auseinandersetzen mit eigener Kirche
- Wunsch nach Auseinandersetzung mit schwierigen Glaubensinhalten
- Wunsch nach frei vorgetragenen Predigten
- Vereinzelt (hier von einzelnen Personen) wird auf den Verzicht des Genderns oder des Eingehens auf tagespolitisches Geschehen eingegangen
Kirchenmusikalische Präferenzen
- Lobpreis-/Worship-Songs
- Band zur Liedbegleitung
- Andere Chöre aus der Region zum Gottesdienst einladen
- Insgesamt mehr Lieder im Gottesdienst
- NGL/ Lieder auch Üben
- Gospelchor
- Liedtexte auf Beamer
- Gekürzte Liturgie
- Mischung machts
- Anlassbezogene Nutzung Klavier/Orgel
- Mehr Klavier in neuen Gottesdienstformen
- Liturgischer Chor
Oft mit Gottesdienstformen verknüpft
Der Satz „Die Mischung machts“ dürfte hier wohl am besten die Tendenzen beschreiben
Fast alle abgefragten Kategorien der MC-Fragen sind gleich auf
- Großer Wunsch nach insgesamt mehr Liedern im Gottesdienst, neuem geistlichen Liedgut und danach dies auch zu üben
- Bands, Gospelchöre, liturgische Chöre oder - explizit genannt - Chöre aus der Region sollen Gottesdienste mitgestalten
- Neue Gottesdienstformate ohne/weniger Orgel
- Anlassbezogene Nutzung Klavier/Orgel/Chöre
- Auch hier erkennbarer Wunsch nach liturgischer Trennung von Gottesdienstformen und deren Ausgestaltung; gleichzeitig Wunsch nach Varianz innerhalb der Gottesdienstformen (Liedgut etc.)
- Bereits in der Umsetzung: Liedtexte auf Beamer
Anregungen für Gottesdienste und das Gemeindeleben
- Wunsch nach mehr Gemeinschaft (Kirchencafé)
- Gottesdienste an verschiedenen Orten
- Ansprechen verschiedener Altersgruppen
- Justierungen (Klingelbeutel; Gottesdienstzeiten; Gottesdiensttage)